Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

Was ist ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein?

Mit der Ausgabe eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein unterstützt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die berufliche Eingliederung ihrer Kunden. Die meisten Angebote enthalten zusätzlich zur Kenntnisvermittlung noch Anteile an beruflicher Orientierung und persönlichem Coaching. Mit dem Gutschein können die Kursangebote bei den Bildungsanbietern bezahlt werden.

Eine Besonderheit ist, dass es die Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine in zwei Arten gibt, dem AVGS01 und AVGS02, welche über die Abrechnung des Kurses entscheiden. Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, erfragen Sie vor Ausstellung des Gutscheins beim Bildungsanbieter die Abrechnungsart. Sie vermeiden damit einen erneuten Gang zu Ihrem Vermittler, da der Gutschein bei falscher Ausstellung vom Bildungsanbieter nicht eingelöst werden kann.

Wer bekommt einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein?

Als Bezieher von Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV) können Sie einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein beantragen. Zuständig sind die Vermittler in den Arbeitsagenturen oder Jobcentern. Die Notwendigkeit der Ausstellung unterliegt dem Ermessen Ihres Vermittlers. 

Haben Sie für sich den Bedarf nach einem Angebot mit Abrechnung über Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein festgestellt, empfehlen wir Ihnen vor der Beantragung Informationsmaterial über das Angebot einzusammeln und mit einem konkreten Vorschlag auf Ihren Vermittler zu zugehen.

Welche Kosten werden übernommen?

Neben den Lehrgangskosten werden in den meisten Fällen auch die Fahrtkosten, Lebenshaltungskosten und Kinderbetreuungskosten übernommen. Eine verbindliche Aussage können Sie bereits im Beratungsgespräch in Ihrer Agentur für Arbeit oder im Jobcenter erhalten.

Die Lehrgangskosten beinhalten bei den meisten Bildungsanbietern sämtliche Kosten für Unterricht und gegebenenfalls für Materialien (Fachbücher). Achten Sie unbedingt darauf, dass auf Sie als Teilnehmer keine Kosten zukommen. Fragen Sie beim Bildungsanbieter gezielt danach, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

Bei den Fahrtkosten werden nur die direkten Fahrten zwischen Wohnung und Bildungsstätte erstattet. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Sie das günstigste Verkehrsmittel wählen, selbst wenn dafür ggf. eine längere Anfahrt in Kauf genommen werden muss. Auch Kosten für Fahrten mit dem eigenen PKW werden übernommen. Fragen Sie hierzu Ihren Vermittler der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter.

Die Lebenshaltungskosten und Kinderbetreuungskosten werden in den meisten Fällen mit übernommen. Die genaue Höhe ist individuell in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter zu erfragen. Aufgrund der unterschiedlichen Kurslaufzeiten und den individuellen Lebensumständen ist eine grundsätzliche Aussage an dieser Stelle nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche (Neu-)Orientierung am Arbeitsmarkt.

Ihr beruflich-auf-Kurs-Team.

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